Planung betrifft nicht nur die Fertigung. Für eine fehlerfreie, termingerechte und transparente Projektabwicklung ist der komplette Prozess, das gesamte Unternehmen mit allen Bruttoprozessstrukturen zu betrachten. Dies beginnt mit dem ersten Kundenkontakt und erstreckt sich bis hin zur Nachkalkulation, Kundenbetreuung sowie Service- und Ersatzteilabwicklung. Damit stehen alle Informationen über die gesamte Projektlebensdauer (im Anlagenbau oft mehrere Jahrzehnte) zur Verfügung.
Noch ehe auftragsbezogene Strukturen wie etwa Stücklisten und Arbeitspläne vorliegen, kann eine Projektstruktur als Vorlage oder Konserve erstellt werden.
Damit lassen sich der zeitliche Verlauf und die Belastung der Kostenstellen grob abschätzen. Es existieren zwei Möglichkeiten der Strukturerzeugung:
- Erstellung der Projekt-/Grobplanungsstruktur auf Basis vergleichbarer Aufträge
- Verwendung von Stammprojektstrukturen
Eine Grobplanungsstruktur besteht aus einer Aneinanderreihung von Terminarten, die jeweils einer bestimmten Kostenstelle oder Kostenstellengruppe zugeordnet sind. Dabei lassen sich jeder Terminart beliebig viele beteiligte Kostenstellen zuweisen. Über die Kostenstellenzuordnung können sehr einfach Terminlisten für eine Kostenstelle erzeugt werden. Einzelne Terminarten lassen sich als Meilenstein definieren und separat überwachen.
Den Grobplan übernimmt das System vom Projekt in das Angebot, die Auftragsbestätigung und den technischen Auftrag. Dort dienen die Meilensteine der Grobplanung als Ecktermine für die Feinplanung.
SIVAS-Nutzen-Check: Grobplanung
- Tabellarische und grafische Übersichten
- Bruttoprozessstrukturen
- Definition und Überwachung von Meilensteinen
- Erzeugung von Terminlisten
- Integration Grob- Feinplanung

